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Schadenversicherung 
Freitag, 01.12.2017

Erhöhtes Schmerzensgeld wegen zögerlicher Schadenregulierung des Haftpflichtversicherers

Der Fall

Der Kläger hatte bei einem Verkehrsunfall eine Fraktur des linken Unterarmknochens, des linken Handgelenks und des rechten Sprunggelenks sowie ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Er musste deshalb mehrmals operiert werden.

Vom 09.05. bis 24.06.2013 sowie vom 03.02. bis 07.03.2014 befand sich der Kläger stationär im Krankenhaus und zwischendurch unterzog er sich mehreren Reha-Maßnahmen.

Der gegnerische Haftpflichtversicherer leistete keinerlei Abschlagszahlungen auf das Schmerzensgeld. Eine erste Teilzahlung erreichte den Kläger erst am 01.03.2017.

Die Entscheidung

Das OLG hielt fest, dass bei der Bemessung des dem Kläger zustehenden Schmerzensgeldes zunächst die erlittenen gravierenden Verletzungen, die zu einem langwierigen stationären und Reha-Aufenthalt führten, eine wichtige Rolle spielten. Gleiches galt für die mehrmaligen Operationen und die langandauernde Arbeitsunfähigkeit.

Daneben war der Schmerzensgeldbetrag wegen des grundlos zögerlichen Regulierungsverhaltens des beklagten Kfz-Haftpflichtversicherers zu erhöhen. Das Gericht warf dem Beklagten vor, dass er die Leistung zurückhielt, obwohl eine Haftung für die schweren Verletzungen des Klägers als Folge des Unfalles unstreitig war und dem Grunde nach auf der Hand lag und allenfalls ein Mitverschulden des Klägers in Betracht kam.

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