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Krankenversicherung 
Donnerstag, 16.11.2017

Versicherungsdienstleister per App erreichen Gesundheitssektor

Erster Risikoträger

So startete in diesem Sommer mit Ottonova der erste digitale Krankenversicherer, der nicht nur als Vermittler, sondern auch als Risikoträger agiert. Während dieses Unternehmen schon alleine wegen der Komplexität des Gründungsprozesses, nicht zuletzt durch die BaFin-Vorgaben, und des hohen Kapitalbedarfs nicht so schnell einen Konkurrenten bekommen dürfte, gibt es im Bereich der niedrigschwelligeren Startups aktuell ziemlich viel Bewegung.

Im Juli 2017 wurde von Medicus die nach eigener Aussage erste intelligente App gelauncht, die Gesundheitsdaten einfach erklärt. Der Nutzer kann sie nach Angaben des Unternehmens mit Hauptsitz in Wien beispielsweise mit seiner Smart-Watch koppeln und sich so einen digitalen Gesundheitscoach schaffen, der ihn fortlaufend begleitet und ihm dabei hilft, seine Daten und Werte zu verstehen und sie in Bezug auf seinen persönlichen Lebensstil einzuordnen. Eingesetzt werden soll Medicus allerdings vor allem von den Akteuren der Gesundheitsversorgung, wie Laboren, Kliniken und Krankenkassen und Krankenversicherern. Eine erste Kooperation gebe es bereits mit der Gothaer Versicherung.

Viele Pläne

Noch in der Planungsphase ist Karlsson Health mit Sitz in München. Das Unternehmen arbeitet ebenfalls daran, alle Fitness-, Ernährungs- nd Gesundheitsdaten, die sich auf dem Smartphone befinden, in Gesundheitsscores umzurechnen, die den Nutzern dann Benefits einbringen können. So sollen sie für ein gesundes und sportliches Leben belohnt werden.

Ebenfalls seit diesem Sommer auf dem Markt ist Zeeno, laut Eigenwerbung auf der Website der "Personal Trainer für die Hosentasche". Auch er arbeitet auf der Basis einer mobilen App, die alle gesundheitsbezogenen Daten sammelt und auswertet und den Nutzern dabei helfen soll, ihre persönlichen Lebensgewohnheiten so zu verändern, dass sie gesünder, stressresistenter und zufriedener werden. Zeeno verweist dabei auf seinen wissenschaftlichen Ansatz und sein hochkarätiges Expertenteam.

Diese Gründungen orientieren sich dabei an Unternehmen wie Friendly, das über seine Plattform bereits seit zwei Jahren telemedizinische Dienstleistungen anbietet, allerdings nur in den USA. Hier ist der Markt noch nicht so weit, dass die Apps in größerem Umfang eingesetzt werden, aber dass die Entwicklungen bei den InsureTechs schneller laufen als anderswo, hat sich ja bereits gezeigt. Deshalb ist es sicher für jeden Vermittler wichtig, die Entwicklung zu beobachten, um nicht völlig von ihr überrascht zu werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Susanne Görsdorf-Kegel.

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